Sonnencreme
In der Praxis sind Sonnencreme und Schutzstick unverzichtbar für alle, die regelmäßig surfen oder Bodyboard fahren. Die für Wassersport entwickelten Formeln setzen zwei Schwerpunkte: Wasserbeständigkeit und Erhalt des Schutzes während langer Sessions in der Sonne. Das Kriterium für die Wahl des einen oder anderen Formats hängt vom Hauttyp, der Dauer der Session und dem Anwendungsbereich ab.
Sonnencreme für Surfer ist in der Regel die praktischste Option, wenn ein großflächiger Schutz für Gesicht und Körper gewünscht ist. Der Sonnenstick ist dagegen besser geeignet für eine schnelle und präzise Auffrischung auf Nase, Wangenknochen, Lippen oder Narben. Entscheidend ist hier die einfache Anwendung unter realen Bedingungen – mit nassen Händen, Wind und Salzwasser.
Sonnencreme und Schutzstick für Surfer: Ratgeber zur richtigen Wahl
Was sagt der LSF bei Sonnencreme und Schutzstick für Surfer aus?
Der LSF (Lichtschutzfaktor) gibt das Schutzniveau vor UVB-Strahlung an. Ein LSF 15 filtert etwa 93 % der UVB-Strahlen, LSF 30 rund 97 % und LSF 50 ungefähr 98 %. Wichtig bei der Interpretation: Eine höhere Zahl vervielfacht den Schutz nicht proportional, bietet aber einen nützlichen zusätzlichen Puffer bei langen Sonnenexpositionen.
Eine wichtige Präzisierung: Der LSF gibt nicht exakt an, wie lange man sich gefahrlos in der Sonne aufhalten kann, denn diese Zeit hängt von Tageszeit, geografischer Breite, Höhe über dem Meeresspiegel, Wasserreflexion und Hauttyp ab. Beim Surfen und Bodyboarden ist es sinnvoll, zusätzlich auf einen Breitbandschutz gegen UVA- und UVB-Strahlen zu achten. Wenn man sich nur einen Punkt merken möchte, dann diesen: Für eine Session im Wasser muss der Lichtschutzfaktor mit guter Beständigkeit gegenüber Salzwasser und regelmäßiger Erneuerung einhergehen.
Wie entfernt man Sonnencremeflecken aus der Badehose?
Flecken von Sonnencreme auf Badehose oder Boardshort lassen sich meist besser entfernen, wenn sie früh behandelt werden. Bewährt hat sich, die betroffene Stelle anzufeuchten, Natron oder ein mildes Waschmittel aufzutragen und mit einem Tuch ohne übermäßigen Druck zu reiben. Anschließend sollte das Ganze etwa 30 Minuten einwirken, bevor das Kleidungsstück wie gewohnt gewaschen wird.
Entscheidend ist hier, aggressive Produkte wie Chlorbleiche oder Lösungsmittel zu vermeiden, da sie das elastische Gewebe oder die Farben angreifen können. Es hilft auch, das Teil nach jeder Session mit Süßwasser auszuspülen. Gleiches Prinzip wie beim Neoprenanzug: Je früher Salz und Rückstände entfernt werden, desto besser bleibt das Material erhalten.
Welche Sonnencreme und welchen Schutzstick wählen? Ratgeber nach Hauttyp und Lichtschutzfaktor
Es gibt nicht die eine Sonnencreme, die für alle geeignet ist. Das entscheidende Kriterium ist die Kombination aus Hauttyp, Empfindlichkeit der Haut, Dauer der Session und Häufigkeit der Sonnenexposition. Was eine Sonnenschutzpflege unter diesen Bedingungen unterscheidet, ist nicht nur der LSF, sondern auch Textur, Haftung und Wasserbeständigkeit.
Als Orientierung: Bei dunkler oder bereits sonnengewöhnter Haut kann bei moderater Exposition ein LSF 15 oder 20 ausreichen. Helle Haut ist meist mit LSF 30 besser geschützt. Ist die Haut sehr hell, empfindlich, mit Sommersprossen oder neigt sie zur Reizung, ist es am sinnvollsten, LSF 50 oder 50+ zu verwenden, insbesondere bei Sessions von mehr als 1–2 Stunden.
Für Gesicht, Nase, Lippen und Wangenknochen bietet der Sonnenschutzstick in der Regel eine dichtere und stabilere Schutzschicht. Für Schultern, Rücken, Arme und Beine ist Sonnencreme aufgrund der leichteren Verteilbarkeit und gleichmäßigen Deckung praktischer. Zu beachten bei der Kombination beider Formate: Viele nutzen Sonnencreme am Körper und einen Stick auf den exponierten Partien des Gesichts, um beim Nachcremen Zeit zu sparen.
In kaltem oder gemäßigt warmem Wasser zwischen 14 und 22 °C kann das Gefühl, nicht zu schwitzen, dazu führen, dass die kumulierte Strahlung unterschätzt wird. An bewölkten Tagen passiert etwas Ähnliches: UV-Strahlen dringen weiterhin durch die Wolkendecke. Wenn man sich nur einen Punkt merken möchte, dann diesen: Für Surf- und Bodyboard-Sessions sollte LSF 30 als Mindestbasis gewählt und bei heller, empfindlicher Haut oder langen Sessions auf LSF 50 erhöht werden.

